Unterstützung Rettungsdienst

Datum: 28. März 2020 
Alarmzeit: 07:00 Uhr 
Einsatzort: Würzburg 


Einsatzbericht:

Das sich seit Dezember weltweit ausbreitende Virus Covid-19 beschäftigte am Samstag auch unseren Löschzug. Bereits am Donnerstag (26.03.2020) wurden wir in einer Telefonkonferenz, um den Kontakt untereinander so gering wie möglich zu halten, über einen potenziellen Einsatz in den nächsten Tagen informiert. Ziel dieses Einsatzes sollte es sein, weitere Ansteckungen in einem Würzburger Seniorenheim, in dem es bis zu diesem Tag bereits 13 Todesfälle sowie 44 positiv getestete Bewohner und 32 positiv getestete Mitarbeiter gab, zu unterbinden.
Am darauffolgenden Freitag wurde in einer Pressekonferenz von OB Christian Schuchardt bekannt gegeben, dass das Seniorenheim entgegen erster Überlegungen nicht evakuiert wird. Allerdings sollten die gesunden und positiv getesteten Bewohner räumlich getrennt werden, um eine weitere Ansteckung zu verhindern. Da dieses Vorhaben für die Pflegekräfte und Mitarbeiter des Seniorenheims alleine nicht zu bewältigen war, wurden diese von den Löschzüge 1-5 der Stadt Würzburg, sowie den Maltesern, Johannitern und dem Bayerischen Roten Kreuz unterstützt.
Unser Löschzug traf sich am Samstag um halb 7 im Geräthaus mit dem Löschzug 2 um gemeinsam zum Einsatzort zu fahren. Pünktlich um 7 Uhr trafen wir am Seniorenheim ein. Hier warteten bereits Pfleger und Verantwortliche des Heims, um die Hilfskräfte, soweit dies möglich war, zu unterstützen. Diesen Pflegern und Verantwortlichen sei an dieser Stelle ein großes Dankeschön für Ihre tägliche Arbeit gesagt. Unsere Aufgabe an diesem Tag war es, 40 Bewohner innerhalb des Hauses zu verlegen, um so gesunde und positiv getestete Bewohner räumlich zu trennen. Hierzu mussten zunächst alle Ehrenamtlichen entsprechende Schutzkleidung, sowie Mund und Augenschutz anlegen, um zu verhindern, dass sich Helfer infizieren. Daraufhin wurden die Bewohner je nach Gesundheitsstatus in unterschiedliche Aufenthaltsräume gebracht. Anschließend wurden deren Zimmer geräumt und durch eine Firma fachmännisch gereinigt. Im letzten Schritt wurden Bewohner sowie ihr Besitz zurück in ihre neuen Zimmer begleitet. Der gesamte Einsatz dauerte etwa 20 h, sodass die helfenden Trupps über den Tag verteilt ausgewechselt werden mussten. Insgesamt waren an diesem Tag etwa 150 Ehrenamtliche Kräfte im Einsatz.
An dieser Stelle wollen wir uns bei den anderen Löschzügen, sowie den Maltesern, Johannitern und dem Bayerischen Roten Kreuz für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken.